Informationen zur Coronapandemie

Informationen
zu den Auswirkungen der Coronapandemie
auf den Studien-, Lehr- und Prüfungsbetrieb an der JGU
(Stand: 26. Mai 2020)

Die aktuelle Entwicklung der Coronavirus-Pandemie hat weitreichende Folgen für den Lehr-, Studien- und Prüfungsbetrieb im Sommersemester 2020 an der JGU.

Nachfolgend finden Sie grundlegende Informationen, welche grundsätzlich für die gesamte JGU einschließlich der Universitätsmedizin gelten. Bitte beachten Sie, dass gegebenenfalls übergeordnete Regelungen in den Staatsexamensstudiengängen die folgenden Ausnahmeregelungen nicht ermöglichen. Spezifische Informationen der Universitätsmedizin finden Sie unter: www.um-mainz.de/rfl/studium-lehre/corona-faq.html.

Weitere Informationsseiten der JGU zur Corona-Pandemie finden Sie in der rechten Spalte verlinkt.

Grundsätzliches zur Rechtslage

Grundsätzlich gelten auch unter den Bedingungen der Coronavirus-Pandemie und der daraus resultierenden Beeinträchtigungen die rechtlichen Bestimmungen, insbesondere die Prüfungsordnungen und die Einschreibeordnung. Allerdings sind die rechtlichen Bestimmungen in einer angemessenen Weise auf die jeweilige Situation hin auszulegen.

Grundsätzlich ist für die Anwendung der Prüfungsordnung der Prüfungsausschuss zuständig; die JGU versucht jedoch im Interesse der Studierenden, wichtige Regelungen JGU-weit zu vereinheitlichen. Diese Regelungen werden auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Sofern keine pauschalen Regelungen getroffen werden können, sondern Einzelfallentscheidungen notwendig sind, ist grundsätzlich darauf hinzuwirken, dass Ermessenspielräume, die in der Prüfungsordnung eröffnet werden, genutzt und nach einheitlichen und transparenten Kriterien im maximalen Interesse der Studierenden angewendet werden, ohne dass sich hieraus rechtliche Verstöße, insbesondere eine Verletzung des Prinzips der Chancengleichheit ergeben.

Vorlesungszeit im Sommersemester 2020

Die Vorlesungszeit des Sommersemesters begann am 20. April 2020 und endet am 11. Juli 2020, für die Studiengänge Medizin und Zahnmedizin am 18. Juli 2020. Zur Frage, ob in eng begrenzten Ausnahmefällen – insbesondere in Studiengängen mit Laborpraktika und in der künstlerischen Ausbildung – eine Verlängerung der Vorlesungszeit notwendig ist, werden in Kürze weitere Informationen folgen. Details dazu werden derzeit erarbeitet. (06.04.20)

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2020

Bis auf Weiteres wird Präsenzlehre weitgehend durch digitale Lehre ersetzt.

Präsenzlehre, die auf die Vermittlung praktischer Fertigkeiten angelegt und digital nicht zu ersetzen ist, insbesondere die Laborpraktika in den naturwissenschaftlichen und medizinischen Studiengängen, aber auch praktische Studienbestandteile in den Fächern der Kunst, Musik und des Sports, ist im Ausnahmefall möglich. Voraussetzung für die Durchführung von Präsenzlehre ist, dass zum Schutz der Studierenden sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der JGU die geltenden Hygiene- und Abstandsbedingungen erfüllt werden können. Daher gilt ein Genehmigungsverfahren, über das die Fachbereiche und Hochschulen am 24. April 2020 vom Präsidenten informiert wurden.

Bei digitalen Lehrformaten besteht keine Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme.

Die Regelungen der Prüfungsordnung zur aktiven Teilnahme gelten grundsätzlich auch bei digitalen Lehrformaten. Die Bedingungen für die aktive Teilnahme werden zu Beginn der Lehrveranstaltung wie gewohnt bekannt gegeben. Wenn in begründeten Fällen, insbesondere aufgrund technischer Rahmenbedingungen oder aufgrund von Betreuungsverpflichtungen den Studierenden bei synchronen digitalen Lehrveranstaltungen keine oder nur eine beschränkte Teilnahme an Live-Schaltungen möglich ist, soll der Nachweis der aktiven Teilnahme in einer gleichwertigen Form ermöglicht werden. Die Begründung kann per formloser Mitteilung an die Lehrende oder den Lehrenden erfolgen.

Der Workload darf bei digitalen Lehrformaten nicht höher sein als bei entsprechenden Präsenzveranstaltungen.

Prüfungen im Sommersemester 2020

Die besonderen Umstände, unter denen der Lehr- und Studienbetrieb im SoSe 2020 stattfinden muss, sollen in Kürze im Rahmen einer „Corona-Satzung“ geregelt werden. Folgende Eckpunkte sind dort vorgesehen:

Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie können nicht alle Prüfungsformate so durchgeführt werden, wie sie in der Prüfungsordnung festgelegt sind. Abweichungen von den Formaten und der Dauer für Studien- und Prüfungsleistungen werden den Studierenden von den Lehrenden mit Zustimmung des zuständigen Prüfungsausschusses in der Regel spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin bekannt gegeben.

In besonderen Fällen, insbesondere aufgrund der erschwerten Betreuungssituation für Studierende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen während der Corona-Pandemie, der Zugehörigkeit zu Risikogruppen oder aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen (z.B. beschränkter Zugang zur Bibliothek) kann die Bearbeitungszeit von Hausarbeiten, Abschlussarbeiten oder vergleichbaren schriftlichen Prüfungsleistungen oder eines vergleichbaren Prüfungsformats verlängert werden.

Liegt eine Vielzahl vergleichbarer Fälle vor, kann die Verlängerung auch von Amts wegen erfolgen.

Können externe Praktika aufgrund der Corona-Pandemie nicht absolviert werden, kann -mit Ausnahme von Schulpraktika in den Lehramtsstudiengängen - eine geeignete Ersatzleistung vereinbart werden. Voraussetzung ist, dass die Ersatzleistung gleichwertig zur Leistung gemäß der Prüfungsordnung ist.

Voraussetzung für die Durchführung von Präsenzprüfungen ist, dass zum Schutz der Studierenden sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der JGU die geltenden Hygiene- und Abstandsbedingungen erfüllt werden können. Daher gilt ein Genehmigungsverfahren, über das die Fachbereiche und Hochschulen am 24. April 2020 vom Präsidenten informiert wurden.

Mündliche Prüfungen können per Videokonferenz durchgeführt werden, wenn keiner der Beteiligten widerspricht. Die Studierenden werden von den Fachbereichen und Hochschulen über die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen informiert. Für den Fall einer technischen Störung muss gewährleistet werden, dass dem Prüfling keine Nachteile entstehen; ausgenommen davon sind Täuschungsversuche.

Alternativ zu Präsenzklausuren können Take-Home-Prüfungen eingesetzt werden. Dabei erhalten die Studierenden die Aufgaben z.B. per E-Mail oder über ein Lernraummanagementsystem. Da die Prüfung ohne Aufsicht absolviert wird, können Hilfsmittel zugelassen werden; sie müssen aber angegeben werden. Analog zu einer Hausarbeit versichern die Studierenden bei der Abgabe, die Prüfungsleistung selbständig erbracht zu haben. Für den Fall einer technischen Störung muss gewährleistet werden, dass dem Prüfling keine Nachteile entstehen; ausgenommen davon sind Täuschungsversuche.

Folgende Fristen sind bis zum 30.9.2020 ausgesetzt:

  • Meldung zu Wiederholungsprüfungen bzw. Wiederholungsfristen
  • Meldung zur Bachelor- oder Masterarbeit
  • Erfüllung von Auflagen, die bei der Zulassung zum Studium erteilt wurden.

Studierende, die ohne Vorliegen des Bachelorabschlusses einen Masterstudiengang aufgenommen haben, haben ein Semester länger Zeit, den Bachelorabschluss nachzureichen.
Aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen im SoSe 2020 wird den Studierenden die Möglichkeit eingeräumt, sich bis zu 48 Stunden vor dem Prüfungstermin abzumelden. Dies gilt auch für Wiederholungsprüfungen. Nach diesem Zeitpunkt gelten die üblichen Rücktrittsregelungen der Prüfungsordnungen, wonach ein Rücktritt nur aus triftigen Gründen möglich ist.

Prüfungen, die für Ende des WiSe 2019/20 geplant waren

Prüfungen, die im Wintersemester 2019/20 durch die Corona-Krise ausgefallen sind, sollen baldmöglichst nachgeholt werden. Die Studierenden werden darüber rechtzeitig, in der Regel vier Wochen zuvor, informiert werden. Den Studierenden steht es frei, die angebotenen Ersatztermine anzunehmen. Sofern es sich um Wiederholungsprüfungen handelt, sind die Fristen für die Wiederholung von Prüfungen durch die aktuelle Situation unterbrochen.

In bestimmten Fällen können Prüfungsformen zulässig sein, die von der Prüfungsordnung abweichen; darüber entscheidet der zuständige Prüfungsausschuss. Die Teilnahme an diesen „Ersatzformaten“ soll auch im Falle von Wiederholungsprüfungen für die Studierenden freiwillig sein.

Bitte beachten Sie hierbei, dass ggf. übergeordnete Regelungen in den Staatsexamensstudiengängen eine Ausnahmeregelung nicht ermöglichen.